Inklusion - Fluch oder doch Segen?

20. Februar 2015

 

Mit dem 9. Schulrechtsänderungsgesetz hat das Land den Auftrag der VN-Behindertenrechtskonvention umgesetzt und die ersten Schritte auf dem Weg zur inklusiven Bildung an allgemeinen Schulen in NRW gesetzlich verankert. 

Schülerinnen und Schüler mit einem Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung sollen grundsätzlich immer ein Platz an einer allgemeinen Schule angeboten werden. Eltern sollen jedoch für ihr Kind auch weiter die Förderschule wählen können.

Doch können die Förderschulen auch mit noch weniger Kindern weiterbetrieben werden?

Es ist fraglich ob sich die Gemeinde Simmerath eine gesonderte Einrichtung wie die in Eicherscheid auch in Zukunft noch leisten kann.

Fakt ist das Kinder mit einer Behinderung in die Gesellschaft integriert werden müssen.

Mit dem jetzigen Plan der Landesregierung ist es jedoch mit einschnitten für Kinder ohne Behinderung verbunden.

Es wird zu wenig Personal für die Betreuung und Förderung im Klassenraum bereitgestellt.

Ein lernen auf einem qualitativ hohen Niveau ist meiner Meinung nach nur bedingt möglich.

Ohne weitere Freigaben für mehr Personal und die finanzielle Unterstützung der Landesregierung NRW ist das Tehma Inklusion zum scheitern verurteilt.

Die FDP ist grundsätzlich für die Inklusion, jedoch müssen neue Rahmenbedingungen geschaffen werden, wir wollen die Inklusion schrittweise und qualitativ umsetzen. Im Zentrum müssen die Bedürfnisse des einzelnen Kindes stehen. Weil Kinder verschieden sind, soll auch künftig ein flächendeckendes Angebot von Förderschulen der unterschiedlichen Förderschwerpunkte zur Verfügung stehen. Für Eltern müssen Wahlmöglichkeiten gesichert sein. Hierbei sollten sich auch Förderschulen für Kinder ohne sonderpädagogischen Förderbedarf öffnen können.

Das Land muss bei dieser schwierigen Aufgabe seine Verantwortung wahrnehmen und die Kommunen bei der Umsetzung der Inklusion unterstützen.

Für diesen wichtigen Prozess muss sichergestellt sein, dass Kinder, mit oder ohne sonderpädagogischem Förderbedarf, die bestmögliche individuelle Förderung erhalten.

 

Patrick Krieger

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