Bei der letzten Kommunalwahl im Jahr 2009 haben wir damit geworben, dass wir einer weiteren „Verspargelung“ der Landschaft durch Windkraftanlagen entschieden entgegentreten werden.
Diese Forderung haben wir auch in unserer Kooperationsvereinbarung mit der CDU aufgenommen: „Die CDU-Fraktion akzeptiert die Forderung der FDP-Fraktion, dass keine weiteren Windkraftanlagen im Gemeindegebiet Simmerath gebaut werden sollen. Gegen den Willen der FDP-Fraktion wird die CDU-Fraktion keiner neuen Windkraftanlage und keiner weiteren Konzentrationszone für Windkraftanlagen zustimmen“.
Nach Fukushima, will nun auch die Bundesregierung eine Energiewende einleiten. Dies erfordert zwingend, forcierte Investitionen in den Ausbau erneuerbarer Energien und hier vor Allem in Windenergie. Im Zuge dieser Entwicklung gibt es daher vermehrt Anfragen an die Gemeinde Simmerath, zusätzliche Windkraftanlagen auf ihrem Gebiet zuzulassen.
Für die FDP-Fraktion sind wir der Ansicht, dass wir trotz der angedachten Energiewende keine Veranlassung sehen unsere kritische Haltung zur Windenergie, im Hinblick auf das Landschaftsbild in der Eifel und in unserer Gemeinde, grundsätzlich in Frage zu stellen. Wenn man mehr Windenergie will, sollte man diese in die entsprechende Infrastruktur (Industriegebiete, Industriebrachen, entlang von Autobahnen etc.) platzieren. Darüber hinaus haben wir im Einzelfall, die Überprüfung unsere Position zugesagt, wobei das Gebiet um den Rursee (Buhlert) und die Flächen zwischen den einzelnen Ortschaften weiterhin absolute Tabuzonen sind.
Die zur Zeit einzige für uns, im Hinblick auf das Landschaftsbild, verträgliche Fläche wäre der Bereich zw. Langschoss und Raffelsbrand. Für diesen Bereich liegt eine Anfrage u.a. auch der Stadtwerke Aachen vor, dort 10 – 17 Windkraftanlagen zu errichten. Die Gemeinde Simmerath könnte mit einer jährlichen Pacht von 35.000 – 50.000 Euro pro Anlage rechnen. In Summe, je nach Anzahl, zwischen 350.000 – 900.000 Euro
Wir bitten hierzu um Ihre Meinung, ob wir die bisherige kompromisslose Haltung beibehalten sollen oder ob wir im Einzelfall , auch unter dem Gesichtspunkt der Gemeindefinanzen, Kompromisslösungen zustimmen sollten.
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